Brennerei

Die Idee einer Brennerei im Spreewald

Arno Ballaschk2004 arbeitete Arno Ballaschk noch bei der Telekom. Bei einem Schnaps mit seinem Bruder Gerd hatte er dann die Idee: Wie wäre es, wenn man eine lang vergessene Tradition wiederaufleben lassen und edle Spirituosen aus regionalen Früchten destillieren würde? Gerd hatte selbst eine Leinölmanufaktur ins Leben gerufen und somit das Spreewälder Traditionsprodukt schlechthin zu neuer Popularität in der gehobenen Gastronomie verholfen. Es wurde viel diskutiert und gegrübelt, und eines Tages war die Entscheidung gefallen: Im Spreewald sollte wieder eine Destille stehen, und zwar in der Schwarzen Ecke. In sorgfältiger Handarbeit sollten besonders hochwertige Tropfen hergestellt werden, nicht etwa Massenware, sondern echte Juwelen für Feinschmecker. Die Abfindung der Telekom sollte als Investitionskapital dienen …

Die Umsetzung der Idee und das Handwerk

Nach einigen Reisen nach Süddeutschland, wo das Handwerk des Brennens noch in voller Blüte stand, schien der Plan umsetzbar. Eine Anlage zum Destillieren der edlen Brände und Geiste wurde von einem der erfahrensten Kesselbauern Deutschlands als Einzelstück angefertigt. Nachträglich wurde sie sogar als einzige hybride offene Verschlussbrennerei weltweit ausgeführt. Nach einigen praktischen Versuchen und Lehrgängen stand das Grundsortiment und der Verkauf begann. Beworben wurde die Brennerei über Zeitungannoncen, Flugzettel und „Mundpropaganda“.

Die hybride Brennanlage besteht aus der Verschlussbrennerei auf der rechten Seite und der offenen Brennerei auf der linken Seite.

Die hybride Brennanlage besteht aus der Verschlussbrennerei auf der rechten Seite und der offenen Brennerei auf der linken Seite. Die Brände erfahren zuerst ihren groben Raubrand in und werden in den Vorratsbehältern auf der rechten Seite aufbewahrt. Anschließend kann ein/e Zollbeamt/in die Anlage an einem Ventil auf offene Brennweise umstellen und der Feinbrand wird in einem zweiten Destillationsschritt gewonnen. Hier tritt das Destillat unter dem Kühler auf der linken Seite aus und kann sensorisch geprüft werden.

DSC_6415Inzwischen produzieren wir auch Whisky. Diese Spirituose hat ein unvergleichlich komplexes Aroma. Aus über Buchenholz geräuchertem Gerstenmalz brennen wir seit 2012 einen Single-Malt-Whisky, der mindestens drei Jahre in kleinen Weißeichefässern lagern muss.

Wie der Brennvorgang bei uns abläuft, können sie in dem folgenden Film sehen.

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